Electrify-BW

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Der Podcast zur Elektromobilität

Zoe reloaded

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Für unsere Jubiläumsfolge haben wir unser Studio in eine Renault ZOE eingebaut.

„400 Kilometer Reichweite“ steht in großen Lettern auf den Türen der schwarzen Renault ZOE. Mit dem neuen größeren Akku für die kleine ZOE hat Renault erneut eine Benchmark in Sachen Elektromobilität gesetzt. Im Dezember durfte Jana schon im sonnigen Portugal ausprobieren, was der neue Akku kann. Aber wie schlägt sich die große Batterie im noch kühlen Stuttgart?

Um das herauszufinden haben Jérôme und Jana kurzerhand das Podcaststudio in die ZOE eingebaut und sind zu einer kleinen Probefahrt aufgebrochen. Auf den ersten Blick fällt direkt auf, dass Renault nicht nur beim Akku angesetzt hat, sondern auch den Innenraum der kleinen Hartplastikfranzösin deutlich aufgewertet hat. Die Armlehnen in der Tür sind nun leicht gepolstert und die farbliche Abstimmung im Innenraum wirkt schlüssiger und ein bisschen hochwertiger.

Autoakku schlägt Aufnahmegerätbatterie

Zunächst ging es kreuz und quer durch die Stadt – leider ist dieser Teil des Podcasts nicht erhalten. Denn die Batterien des Aufnahmegerätes konnten nicht annähernd mit der ZOE-Batterie mithalten. Daher ist es leider ohne zu speichern irgendwann ausgegangen. Zum Glück hatten wir Ersatzbatterien dabei. Also noch mal von vorne.

In der Stadt ist die Kleine kaum zu schlagen. Der Verbrauch ist mit 12 bis 13 Kilowattstunden auf 100 Kilometern sehr niedrig. Das spritzige Drehmoment und ihre Wendigkeit machen in der Stadt einfach Spaß. So kann man an der Ampel auch mal einen Mercedes GLE stehen lassen. Durch die vergleichsweise hohe Sitzposition hat man für ein Auto in dieser Größe einen guten Überblick über das Geschehen um einen herum.

Eher Langstreckenläuferin als Sprinterin

Auf der Autobahn ist bei 140 Stundenkilometern Schluss. Der Verbrauch geht dabei exorbitant nach oben. Der Renault eigene Motor, der seit 2015 in den ZOEs verbaut wird, genehmigt sich jenseits der 110 Stundenkilometern einen kräftigen Extraschluck Elektronen aus dem Akku. Mit einer Kapazität von 41 Kilowattstunden, lässt einem der Verbrauch deutlich kälter als bei der Vorgängerin mit der 22 Kilowattstunden-Batterie.

Die Batterieanzeige schmilzt nur im Schneckentempo. Für erfahrene ZOEianerinnen und ZOEianer ist dieser Anblick eine Offenbarung. Am Ende sind wir gut 100 Kilometer gefahren. Dabei hatten einen ausgeglichenen Mix aus Stadt, Landstraßen und Autobahnen. Am Ziel standen immer noch etwa 200 Kilometer auf der Anzeige. Die Batterie war gerade einmal zu einem Drittel geleert. Im Alltag sind also 300 Kilometer kein Problem. Wenn es knackig kalt ist, sind es wahrscheinlich eher 200 bis 250 Kilometer. Im reinen Stadtverkehr sind aber auch deutlich mehr als 300 Kilometer kein Problem.

Mit solchen Reichweiten wird das Laden zur Nebensache. Wer mit ZOE jeden Tag 50 Kilometer Arbeitsweg hat, muss nur einmal in der Woche anstecken. Und dann sind in gut zwei Stunden wieder all die vielen schönen Kilometer im Akku.

Irgendwas ist immer

Da wären wir auch schon beim Wehmutstropfen. Denn schneller laden geht auch für Geld und gute Worte nicht. In Deutschland ist die ZOE nur mit dem Renault-Motor erhältlich und der lädt mit maximal 22 Kilowatt. Einen Gleichstromladeanschluss gibt es leider auch nicht. Für die Fahrt zur Nordsee oder an den Atlantik ist ZOE damit nur beschränkt tauglich. Aber dafür wurde sie auch nicht gebaut.

Damit ist und bleibt die ZOE immer noch die erste Wahl beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer das Auto zum Pendeln braucht, ab und zu mal 200 Kilometer zur buckligen Verwandtschaft fahren muss und in Sachen Materialen und Verarbeitung eher einen pragmatischen Ansatz verfolgt, sollte sich die ZOE auf jeden Fall anschauen und Probe fahren.

Unser Dank geht an das Autohaus von der Weppen in Stuttgart, dass uns die ZOE unkompliziert als rollendes Studio zur Verfügung gestellt hat.

In welches Auto sollen wir als nächstes unser Studio verlegen? Welche Informationen würden euch noch bei dem nächsten Cockpitcast interessieren. Wir freuen uns auf eure Kommentare. Und wie immer, wenn es euch gefallen hat, empfehlt uns weiter.


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Über diesen Podcast

Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch. Davon sind wir überzeugt. Egal ob Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel oder Autos. Der Trend geht zum Strom. Diese Entwicklung möchten wir begleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich beim Auto.
Gibt es wirklich nicht genug Ladesäulen? Was ist mit der Reichweite? Welches Ladekabel brauche ich? Welche Fahrzeuge gibt es überhaupt? Ist Elektromobilität wirklich so teuer? Ist das Fahren mit Strom umweltfreundlich?
All diese Fragen wollen wir gerne beantworten. Fachkundig und objektiv.

von und mit Jerome Brunelle, Jana Höffner

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